Grafik Alice Bucher

Nach dem Werk «Elizaveta Bam», von Daniil Harms, 1927

Eine Koproduktion mit dem TOJO Theater Bern

 

Mit: Lea De Toffosl, Viviane Borsos, Franziska Hoby, Christophe Carrere, Stéphane Fratini, Baptiste Eliçagaray, Leon Schaetti und Urs Baumgartner.

Szenographen: Manuel Gmür & Ludovico Pastore

Licht: Light Attack

Kostüme: Cie Buffpapier & Iris Betschart

Leiter des Projektes: Stéphane Fratini

Regie: Cie Buffpapier

 

Projekt: Jan. bis März 2017

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PREMIERE in der Grabenhalle SG

Mittwoch, 08. März 2017 | 20.00 Uhr

Weitere Auftritte:  Do. 09., Fr. 10.  Sa. 11. | 20.o0

                                   So. 12. | 17.00

 

PREMIERE im Tojo Theater, Reitschule Bern

Donnerstag, 16. März 2017 | 20.30 Uhr

Weitere Auftritte:  Fr. 17 & Sa. 18. März 2017 | 20.30

«BAM»

Ausgehend von der mysteriösen Grundgeschichte der Verhaftung der unbescholtenen Elisaveta Bam, entwickelt sich ein verwirrendes Spiel von Verwandlungen und Verwechslungen der Figuren, von Sprachverzerrungen und Grotesken. Das avantgardistische, experimentelle Stück zielt auf das totale Theater und sperrt sich gegen jede Zuordnung. Die Bühne besteht aus einer erbarmungslosen Maschine - das Symbol der Supermacht "Cisfinitum" - deren Räderwerk aus Zeit, Arbeit und der Suche nach Gerechtigkeit besteht. Die treibende Kraft der Maschine ist Angst.

Daniil Charms (*1905)

war ein russischer Schriftsteller, dessen Texte erst im Zuge der Perestrojka gedruckt und damit einer grösseren Öffentlichkeit zugänglich gemacht werden konnten. Sein Werk wird der Avantgarde zugeordnet und ist mittlerweile für den russischen Leser erschlossen und auch in viele Sprachen übersetzt. Charms nahm an den Gesprächen der Tschinari teil, deren philosophische Weltsicht grosse Ähnlichkeit mit der des später vor allem in Frankreich einflussreichen Existenzialismus aufwies. Er war auch Mitbegründer der Künstlervereinigung OBERIU (dt. «Vereinigung der Realen Kunst»). Im August 1941 wurde Charms vom Geheimdienst NKWD gefangen genommen. Ihm wurde abwertende Propaganda gegen Stalins Politik vorgeworfen. Er starb im Februar 1942, die mutmassliche Todesursache ist Unterernährung, jedoch wurde dies nie offiziell bestätigt. Sterbe- und Bestattungsort sind unbekannt.

 

Elizaveta Bam

Ein groteskes Drama par exzellence. Es wird eine willkürliche Welt dargestellt, in welcher die Hauptfigur Elizaveta Bam die Opferrolle spielt. Durch poetologische Verfahren – wie Stilbrüche, Rhythmuswechsel sowie die Verwendung verschiedener Gattungsmerkmale im selben Text – entsteht eine Mischform des Grotesken. Beispielsweise stehen einzelne Szenen unverbindlich nebeneinander. Häufig fehlt eine logische Verknüpfung einzelner Aussagen und Dialogteile, Figuren und Gegenstände verlieren ihren Sinn und ihre Identität. Das Werk dient als Reflexion, in welcher sich der furchterregende Schatten des Stalinismus widerspiegelt. In diesem Spiel von Verfolgung und Denunziation haben alle Angst. Wer ist paranoider: Die Verfolgte oder die Verfolger?

 

   Compagnie Buffpapier - Franziska Hoby - Föhrenstrasse 5a - 9000 CH St. Gallen | Tel: 0041 (0) 79 581 58 29 | info@buffpapier.ch